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Die Idee des Ruß-Pavillons ist es den Kontrast zwischen Arm und Reich dar- zustellen. Der Pavillon ist, wenn kein Betrieb ist, eine schwarze, geschlos- sene Kiste aus günstigem Material. Wenn Betrieb ist öffnet er sich zum Markt und zu den vorbeilaufenden Passanten. Dadurch dringt Licht nach außen in den dunklen Winter.
Innen ist alles hell und offen. Der In- nenraum ist sehr hoch und bekom- mt dadurch eine herrschaftlichere Wirkung. Denn Innen wird mit dem edlen Material Gold gearbeitet, das gewürdigt werden soll. So ensteht der Kontrast von Innen nach Außen, von Arm zu Reich, von Schwarz zu Gold. Das Öffnen der Box geschieht durch verschiedengroße Klappen, die auf den Markt und seine Stände anspielen. So nimmt der Pavillon Bezug auf seinen Standort und das was dort geschieht. Für die Goldbearbeitung ist das Feuer ein wichtiges Element. Mit Feuer wird das Gold geschmeidig gemacht, um es in die gewünschte Form zu bringen.


Um dieses Thema der Goldverarbei- tung in dem Pavillon aufzugreifen, besteht die Fassade aus verkohltem Holz. Der Vorteil von verbranntem Holz im Außenbereich besteht darin, dass beim Brennen von Holz ein che- mischer Prozess in Gang kommt, der bewirkt, dass sich das Holz selbst schützt. So wird das Holz vor Witter- ung geschützt. Sobald aus der obersten Holzschicht alle Gase entwichen und verbrannt sind, setzt der Verkohlungseffekt ein: Indem das Holz an seiner Außenseite verkohlt, wird eine weitere Sauerst- offzufuhr ins Holzinnere verhindert. Das Feuer erlischt. Damit schützt sich das Holz selbst vor der völligen Zerstörung. Sein Kern bleibt unbe- schädigt und tragfähig.

 

lage

 

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grundrisse

 

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